Mittwoch, 20. Januar 2010

Grippig...


...und das in der Probezeit. So hab ich mir das vorgestellt.
Für die Interessierten hier ein Lesevorschlag:
E.Kraepelin "Einführung in die psychiatrische Klinik"

Ausgabe von 1921_ein Buch über die Psychiatrie in epischer Breite. Es wurden die Vorlesungen niedergeschrieben und Herr Kraepelin stellt unter verschiedenen Thematiken, wie "Irresein bei Stoffwechselerkrankungen", "Arteriosklerose und Altersblödsinn" oder noch besser "Melancholie", Patienten vor. Dabei geht es in kurzen Zügen um die Herkunft des Patienten, wir würden das heute als Sozial- und Familienanamnese nennen, um dann ganz ausführlich von beobachteten Krankengeschichten zu berichten. Das ist sehr unterhaltsam und auch lehrreich, da diese alten Lehrbücher sich oft dadurch auszeichnen, dass sie sich nur relativ wenig in Fachwortschatz ergehen und sehr viel mehr Zeit darauf verwandt wird, Zustände und Vorgänge ganz genau zu beschreiben.
Können wir das heute überhaupt noch? Bleibt dafür noch Zeit? Ist ein derartiger Anspruch noch vorhanden?

Ich geh jetzt in mein Bett und nehme das Buch mit, hoffe auf baldige Besserung und wünsche einen guten Tag all denen, die sich verirren in den Tiefen des Netzes.

Ahoi
J.

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