Donnerstag, 25. Februar 2010

Sonnenbeweisfoto

//Brandenburg Sky//

Die Sonne kitzelt

...meine Nasenspitze und ich schrieb schon zu Beginn des Monats, dass
ich im 2.en stets von Frühling träume. Scheint bereits ganz nah zu
sein! Manchmal kann man Frühling auch riechen! Herrlich.

Heute war ein gar heftiger Tag! Viel Geschrei, Dramatik, Theatralik...

Ein manischer Patient glaubt sich von Gott auserwählt, das
Gleichgewicht wiederherzustellen. Eine dissoziative Spaltung hat 20
Personen in sich.

Ich weiß ehrlicherweise zu wenig über Dissoziative Spaltung. Es gibt
Diskussionen darüber, sie seien vom Therapeuten im Rahmen von
Traumabewältigung herbeigeführt und seien eher hysterischen
Ursprungs. Als denkender Mensch mag ich es nicht so abtun, ohne
gelesen zu haben, noch mehr darüber nachgedacht zu haben ud vielleicht
komm ich demnächst auch nicht zu einem rechten Schluss. Es ist auf
jeden Fall seltsam erschreckend, sicher auch interessant und so fremd.
Wenn ich darüber nachdenke, hat man ja eine Menge
Persönlichkeitsanteile und ich betrachte mein Modell als
herumgruppiert um das Haupt Ich. In unterschiedlichen Situationen und
bei verschiedenen Anforderungen des Lebens steht dann das Haupt Ich
ganz vorn und holt sich ein, zwei Anteile als Helfer dazu! Dissoziativ
gespalten stell ich mir dann so vor, dass einer der Helfer für eine
unbestimmte Zeit und aus irgendeinem Anlass die Führung übernimmt,
weil es scheinbar sinniger ist. Nach außen scheints dann nicht
abgepasst, der Mensch ist anders als sonst, bis das Haupt Ich den
Primärplatz zurück erkämpft hat.
Was ich mir so denke...


Jetzt ist die Freizeit dran, Hot Chip aus dem Kopfhörer und der Zug
fährt mich in die große Stadt heim.
Bis zum Wiederlesen!

Dienstag, 23. Februar 2010

Wenn ich Zeit habe...

mache ich Dinge, welche mich glücklich machen!

If I have enough time beside my work, I do things that makes me very happy

!

Ich kann mich nicht entscheiden...

Sonntag, 21. Februar 2010

I like...

GROSSKUNST!

Der freie Wille...

führte mich am Samstag zur Abendgestaltung in die Mecklenburger Provinz, genauer gesagt in die Vier Tore Stadt Neubrandenburg. Hier spielten die Schwedenjungs von Friska Viljor. Es war ein wenig so, wie zu längst vergangenen Zeiten, als man an jedem Wochenende Kilometer mit dem Auto fraß, nur um der Ödnis Zuhaus zu entgehen und die noch bessere Party und das noch bessere Konzert mitzunehmen.
Der Güterbahnhof in Neubrandenburg ist eine langweilig, kleinstädtisch, gut gepflegte Location mit schlecht bestückter Bar, jedoch Preisen, die das schnell vergessen machen. Die Menschen vor Ort waren unanstrengend und unaufgeregt, was dem Abend eine Menge Entspannung verpasste, denn anders als in Big B ist man nicht die gesamte Zeit über mit der Präsentation seiner eigenen Projektionsfläche beschäftigt. Die Mischung macht es eben.
Die erste Vorband, deren Namen ich vergessen habe, präsentierte hübschen Gitarrenpop, den man auch schnell wieder vergisst und den ich lieber in einem kleinen Kellergewölbe hören möchte, um anschließend bis zum Morgengrauen um ein kleines Feuer zu sitzen und Melancholie zu stilisieren.
Darauf folgten 4 Schwedendamen, welche direkt aus dem schwedischen Feenwald gekommen zu sein schienen, langes Blondhaar, zauberhaufte Gesichter und Frontfrau Lena Malmborg gesegnet mit einer schönen, unterhaltenden Stimme.


Gegen 23 Uhr dann traten endlich die Blondhaarzottel Friska Viljor auf.



Was soll ich groß sagen, das Rad der Musik haben sie nicht neu erfunden, jedoch sind sie eine unterhaltsame Mixtur aus Falsettstimme, Dramatik im Songaufbau, ein Sammelsurium an instrumentaler Begleitung und durch die temporäre Unterstützung der Feendamen, wirken sie wie eine sympathische große Familie und das lässt mich jetzt ganz fest planen, Deutschland den Rücken zu kehren, nach Schweden zu ziehen und mich vollends dem demokratischen Sozialismus, schönen Kleidern, schönen Menschen und einem dort angemessenen Arztgehalt widmen.
Der Schwedischkurs ist beinah schon gebucht.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Ein Tier unbekannter Art...

...bespaßte mir vor ein paar Tagen einen Frühstücksausflug!
Hervorstechendste Merkmale...blitzschnell, äußerst scheu und sehr
gefräßig..jawohl!

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die kleinen Details...

machen Dinge vollendet.

Das Leben an sich...

steckt voll Geometrie und Harmonie und leider sich verspätenden Zügen.

Heute stell ich mir die Frage, wie viel kann ein Mensch ertragen.
Erstaunlich viel, so scheints mir oder kann man, ob der großen Menge
an Tragödien seine Schwelle einfach so nach oben schrauben? Ich frag
es mich und wer hat etwas dazu beizutragen?

Montag, 15. Februar 2010

CDOG

Da braucht's keine Worte mehr!

Nur das Genie...

beherrscht das Chaos?

Mensch, was für ein Tag. Die Station platzt schier aus allen Nähten,
es bleibt zu wenig Zeit für alle großen und auch kleinen Wünsche,
eine Verlegung ist der Gipfel an Unverfrorenheit und die leitende
Schwester spielt Stutenstall!

Mit einem Plan im Kopf, so hab ich mal gehört, soll ein solches
Szenario beherrschbar sein, nur ein Plan folgt in seinem Konstrukt
dann zumeist doch nicht menschlichen Wegen und größtmögliche
Flexibilität ist angesagt!

Ich habe heute erneut erkennen müssen, manchmal helfen eben doch nur
Pillen. Und Punkt.

Mehr dazu...

Ahoi J

Sonntag, 14. Februar 2010

Neulich am Meer

traf ich auf eine Matrosenbraut, die wollt hinaussegeln, ganz weit,
von Hafen zu Hafen, nur einen im Herzen! Der soll es sein.

Ein Streitgespräch

Die famose Dotti hat auf ihrem nicht weniger famosen Blog gepostet, was so ein Frauenherz erfreut. Kleidung, Kleidung, Kleidung nebst vielerlei anderer Dinge natürlich. Sie rief dazu auf, einen virtuellen Blick in den eigenen Kleiderschrank zu werfen. Dies klappt bei mir nicht so recht, da ich zu viele Orte in meinem Domizil habe, an denen Kleidung verteilt ist. So gewähre ich einen kleinen Einblick in mein, mein Herz erwärmendes Schuhwerk. Die Schuhe in meinem Leben haben es wahrlich nicht leicht. Nur allzu häufig verliebe ich mich erneut in ein Paar und es wandert vom Laden in meine 4 Wände und muss dann nach nur kurzer Neuerwerbfavoritenstellung mit all den anderen Schätzeleins um Favoritenstatus kämpfen. Zwecks eines Mindestmaßes an Ordnung ordne ich mein Schuhwerk nach Kategorien, wie Sneaker, Ballerins, Schürschuh, Hackenschuh, Stiefel, Ankles und Hochsommerschuh. Hier nun eine kleine Auswahl mit gespitzten Ohren, denn die Schuhe haben Parlamentssitzung und streiten gar heftig.



"Bunt, bunt, bequem sind alle meine Ballerina, bunt, bunt, bequem ist alles, was wir wollen. Darum liebst Du, alles was so bunt und bequem ist, bunt, bunt, bequem erheben wir den Anspruch auf die Favoritenstellung in diesem Hause."



Halt, halt die Schnuerschuhabordnung hat auch noch etwas zu verkuenden: „Wir stehen hoch im Kurs, bei Mann und Frau, passen zu Hosenbeinen und berocktem Bein, sind quasi universell einsetzbar. Wenn das nicht einer Favoritenstellung gerecht wird, was dann?“



„Gaeb es uns nicht, blieben die Fuesse im Winter kalt, unsere Besitzerin muesste zuhaus bleiben und wohl Winterschlaf halten. Wenn das mal kein Argument ist. Und, wir haben uns sagen lassen, Reiterstiefel machen schoene Beine auch bei kleinen Frauen.“



Die Fraktion der Hackenschuh ruft laut:
„Nieder mit Gesundheitswahn, Einlegesohlen und Fusswohl, wir stehen ein fuer, wer schoen sein will, muss leiden.“



„Wir haben uns von einem Klassiker der 80er, aus der Verachtung in den 90ern zu den Hits der letzten 2 Jahre entwickelt...Phoenix aus der Asche.“



„Mal ganz ruhig im Parlament der Schuhe, wir die Abordnung der Sneaker, stehen fuer Entspanntheit, Fusswohl, All time einsetzbar und sehen auch noch richtig gut aus. Wir lehnen uns entspannt zurueck und harren, ob der Dinge, die da kommen moegen, wenn der Schnee weicht und wir wieder zum Einsatz kommen.“

Nun ja die Hochsommerfraktion war leider nicht anwesend, die machen einen etwas längeren Ausflug in Gefilde frei von Bibberkälte, Schnee und Eis. Pünktlich mit den Sonnenstrahlen, so haben sie verlauten lassen, stehen sie wieder vor der Tür und laufen an meinem Fuße durch die Stadt.

So, reicht jetzt. Ich genieße jetzt meinen Sonntag im roten Paul Frank Schlafgewand mit Tee, Zimtstückerln und dem Herzmann.

Bis zum nächsten, dann wieder mit News und weniger Damenzeug;) aus dem Hause Ärztin in Weiterbildung.

Die J.

P.S. Die Schuhe entstanden in den Häusern: H&M, Zara, NewLook, Asos, Boss, Sergio Rossi, Fornarina, Nike, Vans, Converse, Fred Perry, Sisley, Moment und...ach was weiß ich.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Im Februar...

...beginne ich, mich auf den Frühling zu freuen.

Das Gelände der Klinik in welcher ich arbeite, lässt erahnen, dass es eine Art Reminiszenz an Fontane und seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg ist. Ein riesiges wild romantisches Parkgelände, Klinkerbauten von klein bis mittelgroß wie zufällig verteilt. Wenn ich des Morgens die Bahn verlasse und zum Haus 21 laufe, lässt das Morgengrauen am Himmel die kommende Schönheit erahnen.

Ich habe heute zum allerersten Mal einen katatonen Patienten gesehen, erlebt und versucht zu begreifen. Patient k kam gestern gegen Nachmittag. Der Lebenspartner hatte keinen Ausweg mehr gesehen und nicht verstanden, was da vor sich geht. Patient k hatte schon seit einigen Jahren psychische Probleme in Form von familiären Belastungen, Borderline Persönlichkeitsstörung, Bulimie, Depression. Scheint so, von allem etwas....
In der Aufnahmesituation ist Patient nicht ansprechbar, hockt in der Ecke, wehrt jegliches Zuwenden, Anfassen ab, schaut niemanden an. Man trägt den Patienten ins Bett und so verbleibt der Patient bis zum heutigen Morgen. Bei erneutem Versuch, zumindest einen kleinen, wenn auch nur winzigen Zugang zu erhalten, wieder nichts. Es bleibt nicht viel mehr, als Fixierung, Blutentnahme auf Zwang, Medikation unter Zwang. Nach 2 mg Tavor i.v. immer noch nicht viel Besserung, winzigste Willensäußerung sind alles, was da kommt.
Es gab da einen Artikel in einem wissenschaftlichen Blatt, in welchem man das Für und Wider der Zwangsmedikation in Situationen, wie dieser erörterte. Da war eine Patientin unzufrieden, daß ihre behandelnden Ärzte so spät mediziert hatten, um sie aus diesem Zustand zu holen.

Als ich die Klinik verlasse, sitzt der besorgte Lebenspartner beim Patienten k, versucht durchzudringen und ich frage mich, was der neue Tag bringen mag.


Der RE 1 fährt mich in meine 4 warmen Wände.

Bis zum nächsten....
J.
video