Freitag, 16. April 2010

Der Fernsehturm...

ist eine Schönheit. Es wird Zeit ihn von allen Seiten und immer wieder
im
Bild festzuhalten.
Für mich ist er Symbol einer Zeit, welche längst vergangen, nicht
vergessen und einem Land indem ich aufgewachsen bin. An dieser Stelle
bitte fast wertfrei.
Wie er da so standhaft steht//wie ein Recke stolz und sturmerprobt//
wenn man lauscht könnt man meinen, er weiß zu berichten uns alle zu
überleben. Reicht.

Ich hab Blumen in der Hand, bin müde und habe den Post
vergessen...vergangen sind viele Stunden, ich stehe an der Bahn und
warte auf den Zug gen Wirkungsstätte.
Schon eine Weile ist es her, dass ich Begebenheiten aus der Klinik
berichtete. Ist wohl dem geschuldet, dass ich streng:) darauf achte,
meine Privatleben zu schonen und zu wahren. Soll ja nicht so kommen,
wie die vielen Unken stets rufen, ja ja der Psychiater selber kaputt
und verrückt. Nö.
Gestern gegen Dienstschluss kam ein Patient, welcher mir im Gespräch
etwas in Gedächtnis zurückrief. Die Schublade im Kopf ist ganz oft
recht leichtgängig. Er hat eine expressive Artikulationsstörung, bei
vollem Sprachverständnis gegenüber seiner Umwelt, nur muss diese sich
anstrengen, ihn zu verstehen. Reflexartig taucht die
Minderbegabungsschublade auf und ganz schnell geht sie wieder zu im
Laufe des weitergehenden Gespräches. Ganz abgesehen vom Grund der
freiwilligen Vorstellung auf einer geschlossenen Station.

Ich mach noch einmal meine Äuglein zu, gleich im Zug und freu mich,
weil es jetzt am Morgen fast schon hell ist, weil die Vögel ganz laut
rumkrakeeeelen und heute Freitag ist.
Ahoi

Kommentare:

Nadine hat gesagt…

Ich finde sehr interessant, was du über die "Minderbegabten"-Schublade sagst. Mir ist schon häufig aufgefallen, dass z.B. die Schüler, die sich nicht so gut ausdrücken können, gerne unterschätzt werden, obwohl sie eigentlich hochintelligent sind.

Schön einmal die Sicht einer Fachperson aus dem Bereich Psychatrie zu hören. Als Lehrerin interessiere ich mich sehr für das Thema Essstörungen, da es bei Jugendlichen immer häufig zum Problem wird. Leider kann man kaum helfen, da Essstörungen wohl zu den Krankheiten gehören, die sich am hartnäckigsten in den Betroffenen "festbeißen".

Nadine hat gesagt…

Im Studium wurde dieser Thematik überhaupt kein Raum eingeräumt. Es ist auch in keinem meiner beiden Fächer irgendwo fest verankert (Deutsch/Ethik). Wir wissen zwar, dass es die Entwicklungsaufgaben gibt und dass der Umgang mit dem Körper eine davon ist, aber wir wissen nicht, was man tut, wenn ein Jugendlicher an dieser scheitert... es sei denn, wir eignen uns dieses Wisses außerhalb des Studiums noch selbst an.

Dotti hat gesagt…

Ich habe einmal pro Quartal Wodka im Telecafé konsumiert. So lange, bis mir ganz schwindelig wurde und längst nicht mehr klar war, woher der Drehwurm einmal stammte... ;)