Donnerstag, 20. Mai 2010

Familienwerbung...

Installationsansicht //Sofa//, Dresden,05


Es gibt schon wieder was. Der Herzensmann stellt erneut aus und ich bin ganz freudig aufgeregt.


Wir hatten die letzten Tage eine Dauerschaltung und Fotos vom Tagwerk wurden begutachtet, besprochen, es wurde umgebaut, verworfen, geändert und nun steht das Machwerk. Zu sehen ab heute abend in der Galerie in der Kirchenstrasse 77, 81675 München.


Volume I, der erste Abschnitt des zweiteiligen Ausstellungsprojektes des Berliner Künstlers Thomas Prochnow, setzt sich mit der außergewöhnlichen Raumsituation der Galerie HOME FROM HOME auseinander. Den grenzenlosen Übergang von Galerie zu Lebensraum nutzt und thematisiert Prochnow anhand von raumüber-greifenden Installationen, in denen sich die Kunst über räumliche Begrenzungen hinwegsetzt. Die Beschäftigung mit dem Raum bildet ein zentrales Thema in Prochnows Schaffen. Die Konzentration auf und Hinterfragung von räumlichen Gegebenheiten und deren Wahrneh-mung sind die Ausgangsbasis seiner Installationen. Ganz gezielt arbeitet er mit den architektonischen Gege-benheiten von Räumen; er greift sie auf, transformiert sie, verschiebt sie, ergänzt sie und bringt dadurch neue Formen und Blickwinkel ins Spiel. Diese kommunizieren mit der gewählten Umgebung und geben dem Raum ein anderes Gesicht. Mit Arbeitsmitteln wie Farbe, Klebeband oder gefundenen Materialien, z. B. Holz, verwischt er die Grenze zwischen Architektur und Skulptur. Meist hält er sich im Kanon klarer und einfacher geometrischer Formen auf. Diese Reduktion auf wenige formale Elemente verbindet ihn mit dem Gedankengut der Minimal Art. Doch entsteht bei Prochnow, durch die Einschreibung der geometrischen Formen in bereits bestehende Räume etwas Unerwartetes. Prochnow kam über Graffiti zur Kunst. Der Übergang zum Installationskünstler liegt nicht so fern, da er den Räumen, die er bearbeitet seine Handschrift verleiht und somit in reduzierter Form 3-dimensional weiter “tagged”.

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