Sonntag, 6. Februar 2011

Vergessene Orte // Forgotten places

Verlassene Gebäude, Orte die kaum einer mehr kennt, da wo Geschichten passiert sind und diese etwas hinterlassen, da zieht es mich manchmal hin.
Ein Besuch geht zumeist mit einem Kribbeln im Bauch einher, denn die Gebäude, so verlassen sie auch sein mögen, atmen das, was dort einstmals passierte. Wenn man mit etwas Fantasie bestückt durch die Räume läuft, kann man das längst Vergangene spüren.

Weihnachten bescherte mir ein wunderbares Buch, welches dieser Thematik huldigt und sich mit einer bestimmten Art verlassener Gebäude beschäftigt. Asylum von Christopher Payne ist eine Zusammenstellung großartiger Fotografien Psychiatrischer Anstalten in den Vereinigten Staaten. Lang geschlossen, strahlen sie, getragen von großer Anziehung, Faszination aus. Diese entspringt zumeist der Neugier, einem Interesse an Mysterien, aber auch Angst vor geistigen Krankheiten, die der Mensch kaum versteht. Die Anstalten scheinen aufzufordern, hinter die Mauern zu blicken. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu den 1920er Jahren wurden in den Staaten mehr als 250 dieser Anstalten gebaut. Dabei folgten die Bauten den Entwürfen von Dr. Thomas Story Kirkbride, Pennsylvanias Krankenhaus Vorsteher, ein zumeist zentral stehendes Verwaltungsgebäude, imposant durch viktorianische Bauelemente, symmetrisch umgeben Häusern, welche auf großzügiger Fläche verteilt sind, immer vor den Toren der Stadt. Dabei war es durchaus gewollt, dass die Anstalten relativ autark existierten. Es gab Häuser für die Kranken, Wohnhäuser für Angestellte, Werkstätten, Sportplätze, Wäschereien, riesige Parkanlagen und all dies vor dem Hintergrund von Überlegungen, dass geistige Gesundheit durch Betätigung, eine heilende Umgebung, frische Luft und Trennung vom eigentlichen sozialen Umfeld zur Gesundung wesentlich beitragen. Des Weiteren darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es zu diesen Zeiten kaum etwas, wie Neuroleptika gab.

Christopher Payne besuchte mehr als siebzig Anstalten und entstanden sind Fotos von großer Intensität. Dem Zahn der Zeit Tribut zollende Gebäude mit ehemaligen Werkstätten, Büros, Krankensälen, Waschräumen, Parkanlagen, Schlachtereien, Kraftwerken erzählen von den Menschen, die hier einst lebten. Die, die zumeist vergessen und auch heute oftmals scheinbar nicht existieren.

Anschauen.

From time to time I visit abandoned places, buildings where people lived in days of yore and left their stories. With a little fantasy you can feel the what is long ago.
Asylum a book by Christopher Payne that I got for christmas shows brilliant pictures from such abandoned places, the state mental hospitals.
The photographer and architect, Christopher Payne, visited seventy institution in thirty states and looked behind the walls. From the mid of 19th century to the 1920s there were built more than 250 mental hospitals in the states. The construction plan followed are referable to Dr. Thomas Story Kirkbride, with a central administration building, surrounded by symmetrically houses and pavilions and "lavish ground with pastoral vistas".
The powerfull pictures are telling from the people that lived there, long time ago. Those that mostly forgotten and also today apparently not exist.

Look.
















Kommentare:

kirschenkind hat gesagt…

Tolle Bilder! Aber auch ein bisschen spooky, oder?

Svenja hat gesagt…

Ich will das unbedingt auch anschauen!
Hätte ich mehr Geld würde ich es glatt bestellen, so sehr hast du mich jetzt angefixt!