Dienstag, 28. Januar 2014

Was ziehe ich nur an?

Das habe ich mich eigentlich erst gegen Ende meiner Schwangerschaft immer häufiger gefragt. Vorher hatte ich mir vorgenommen, so wenig, wie nur irgend möglich, neu einzukaufen. Dabei bin ich bis fast zum Schluss sehr gut mit drei Mama Jeans von H&M gefahren, habe über den Sommer lockere Stoffhosen getragen, welche ich unter dem Bauch geschlossen habe und wenn ich mir ein Hemd gekauft habe, wanderte es einfach eine Nummer größer in meinen Einkaufskorb. Die Mama Jeans kann ich sehr empfehlen. Sie sitzen gut, haben im Laufe der Zeit bei mir am Baucheinsatz nur minimal an Elastizität verloren und sehen heute immer noch so gut aus, dass ich sie demnächst einfach weitergeben werde. Die Hemden trage ich heute noch, denn nach der Schwangerschaft steht bei den meisten Mamis ja das Thema Stillen an und da sind diese einfach die beste Möglichkeit, schnell dem Kindlein Nahrung zukommen zu lassen. Auch hier, wollte ich nur auf Still BH´s zurückgreifen und keine Stilltops oder dergleichen kaufen. Und ich kann klar konstatieren, auch das geht. Zumal ich den Stil dieser Kleidungsstücke einfach nicht mag. Bevor meine Tochter auf die Welt kam, hatte ich mir bereits zwei Still BH´s von H&M gekauft und sie probegetragen. Diese kann ich werdenden Mamis leider gar nicht empfehlen, denn sie haben an den Seiten Stützschienen, welche sehr elastisch sind, sich beim Tragen verbiegen und Schmerzen verursachen. Ich habe dann auf die Empfehlung meiner Hebamme zurückgegriffen und mir Still BH´s in Schwarz von Rossmann gekauft. Die sind nicht sonderlich verführerisch, aber schlicht und ok, vor allem bequem und der Verschlussmechanismus vorn ist leicht zu öffnen und zu schließen.
Solange ich noch stille, muss ich allerdings auf Kleider verzichten. Das bedauere ich etwas. Da aktuell jedoch der Winter hier Einzug gehalten hat, hat sich das mit dem Tragen von Kleidern eh erledigt.
Ich hatte ja oft gehört, dass man, wenn man einmal Mami ist, kaum noch Zeit für das eigene Aussehen hat und seine Eitelkeit ad acta legen muss. Das kann ich zum Glück bis heute nur zum Teil nachvollziehen. Was nicht heißt, dass es nicht noch schwerer werden kann.
Am Anfang unserer gemeinsamen Mutter/Tochter Zeit (wenn Papi da ist, geht ein geregelter Tagesablauf viel einfacher vonstatten) habe ich die ganz frühen Morgenstunden genutzt, um zu duschen und mich zu pflegen und mir zu überlegen, was ich anziehe und wenn das gelegentlich nicht klappte, habe ich das eben am Tage nach hinten verschoben. Aktuell klappt es (noch), dass ich meinem kleinen Mädchen nach dem Aufstehen die Windeln wechsle, sie anziehe und sie dann direkt neben mir liegt und aufmerksam betrachtet, was ich denn so im Badezimmer treibe. Gehe ich duschen, dann setze ich sie in die Babywippe. Meine heiß geliebten und ausgedehnten Schaumbäder sind möglich, wenn der Papi aufpasst.
Für mich ganz persönlich, ist es wichtig, etwas Zeit für mein Äußeres zu haben. Es gehört einfach zu meinem Wohlbefinden dazu und ich habe bisher nicht den Eindruck, dass ich davon wertvolle Mutter Tochter Zeit beschneiden muss. Am Anfang habe ich mich noch viel öfter gefragt, wie viel Anrecht ich jetzt auf Zeit nur für mich habe. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, sich selbst vollkommen hintenan zu stellen. Die Bedürfnisse meiner Tochter habe ich stets im Blick und wir können mittlerweile auch gut miteinander kommunizieren. Fast immer ist es mir möglich herauszufinden, was sie möchte. Im Moment haben wir uns dahingehend also recht gut eingespielt, ich schaffe es sogar, einmal die Woche am Abend etwas für meine Facharztausbildung zu machen.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf die weiteren Entwicklungsschritte des kleinen Mädchens, welches mein Herz so sehr erwärmt.




J.



Keine Kommentare: