Freitag, 28. März 2014

Und dann ist es plötzlich soweit...

...und ich schreibe meinen nächsten Blogpost und zwar darüber, wie wir uns auf den Tag der Geburt vorbereiteten.

Im Hinblick auf das große Ereignis entschieden wir uns für einen ausführlichen Geburtsvorbereitungskurs. Ursprünglich hatten wir eine  Wochenendschnellbesohlung;) buchen wollen, jedoch war kein Platz mehr frei.
Unser Kurs bei Fokus Leben fand an insgesamt fünf Abenden statt. In der ersten Stunde konnten die werdenden Mütter sich entspannen und wir besprachen die verschiedenen Atemtechniken und übten diese in einer sehr offenen, gar nicht seltsam anmutenden Atmosphäre. Es war Raum für Unsicherheiten, Gekicher wegen der komischen Dinge, die man da macht, Fragen in Bezug auf diese Techniken und deren Einsatzmöglichkeiten. Im zweiten Teil kamen die Väter hinzu und wir besprachen die einzelnen Phasen der Geburt, übten das, was man gemeinsam tun kann, beschäftigten uns mit Fragen zu Schmerzen, dem was man erwartet und dem was sich ändert für einen selber, als auch für jedes einzelne Paar. Die Hebamme Anne Schwarz kann ich für diesen Kurs sehr empfehlen. Sie ist erfahren, ruht in sich und führte uns entspannt durch diese Erfahrung. Ich hatte ja vorab schon einige Vorbehalte und wollte auf keinen Fall mit Esoterik, orangen Wandbehängen etc. konfrontiert werden und wurde absolut positiv überrascht. Auch der werdende Vater konnte am Ende resümieren, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, sich für diesen Kurs entschieden zu haben. Er hatte sich vorab gar nicht so viele Gedanken gemacht und hatte durch diesen Kurs, konfrontiert mit dem, was auf uns wartete, die Chance, sich eine Meinung zu bilden, eine Haltung zur Geburt und seiner Aufgabe dabei zu entwickeln. Das empfand er als eine Bereicherung und es half ihm letztlich, sich etwas einstellen zu können.
Bei der Frage nach dem Krankenhaus für die Entbindung, verließen wir uns auf unser Bauchgefühl. Beide wollten wir nicht ins Geburtshaus. Da ich selber Ärztin bin, ist es für mich ganz natürlich in einem Krankenhaus zu sein, ich habe keine Berührungsängste mit medizinischem Personal und Geräte kann ich ausblenden. Um mich gut zu fühlen, war es mir wichtig, meinen Mann dabei zu haben. Wir wollten ursprünglich ein paar Krankenhäuser besichtigen, bevor es jedoch dazu kam, fiel ich im August die Treppe herunter und musste für eine Nacht in die Klinik zur Überwachung. Ich empfand die Atmosphäre und Versorgung in dieser Klinik entspannt und hatte ein so gutes Gefühl, dass die Entscheidung somit getroffen war.
Die Kliniktasche packte ich erst kurz vor dem Termin, dazu hielt ich mich an die Empfehlungen aus dem Netz. Ich kaufte mir sogar ein Nachthemd, was vollkommen sinnentleert und nutzlos war, weil zu eng. Ich trug im Krankenhaus das übliche Gewand und fand es vollkommen passend und sobald ich nur ansatzweise stehen konnte, war ich duschen und trug wieder meine private Kleidung.
Ansonsten las ich ein paar Geburtsberichte sowohl aus Sicht der Mütter, als auch der werdenden Väter. Mir war klar, dass keine Geburt, wie die andere ist und man nicht wirklich erahnen kann, wie es sein wird. Ich sprach auch mit meiner Mama und sie berichtete mir wieder und wieder geduldig von ihren eigenen Erfahrungen. Somit fühlte ich mich ausreichend vorbereitet und gestärkt.

Wie es nun letztendlich war, berichte ich ganz bald.
Ein entspanntes Wochenende im fast Frühling.
J.


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